ordenogan gunmenORDEN OGAN bleiben nicht nur trotz Abstecher in den Wilden Westen dem Symphonic Power Metal treu, sie haben sich dabei auch noch gesteigert und weiterentwickelt. Nach dem letzten Album „Ravenhead“, das ich nicht so stark wie seine drei Vorgänger empfand, haut mich „Gunmen“ völlig aus den Socken. Diese Platte bringt von vorne bis hinten genau das, worauf die Ordenanhänger gewartet haben.

Los geht es mit dem perfekten Opener „Gunman“. Dieser Song lässt die Katze sofort aus dem Sack und nicht lange fackeln. Geballte ORDEN Atmosphäre unterstützt von Fanfaren, so straight und episch zugleich. Auf die donnernden Drums, den fetten Bass und die charakteristischen, melodiösen Gitarrenarbeiten müssen die Fans auch auf diesem Rohling nicht verzichten und werden auch prompt von der ersten Minute an bedient. Neu sind die zusätzlichen „Shoutchöre“, die hervorragend platziert worden sind.

Mit „Fields Of Sorrow“ präsentieren sich ORDEN OGAN musikalisch, wie auch textlich, sehr emotional, dennoch druckvoll. Es erwartet euch hier keine Ballade. „On Fields Of Sorrow I Lost The Love Of My Life (…) On Fields Of Sorrow I Dug A Grave For My Wife“ lässt einem wirklich das Blut in den Adern gefrieren. Gänsehaut!!!

Ein weiteres Sahnestück ist definitiv „Vampire In Ghost Town“. Headbanger kommen hier, während des Refrains, in den Stropheneinleitungen und gerade auch zum Ende hin, voll auf ihre Kosten. Sebastian „Seeb“ Levermann hat sich auch diesmal wieder gesangliche Verstärkung geholt. Diesmal unterstützt ihn bei „Come With Me To The Other Side“ niemand geringeres als Liv Kristine (ex-THEATRE OF TRAGEDY, ex-LEAVES EYES) mit ihrer glasklaren Engelsstimme. Livs Stimme passt perfekt zu diesem Song und harmoniert wunderbar mit Seebs Stimme. Wer aber nun meint auf eine kitschige Ballade zu treffen, hat sich tief geschnitten.

Der galoppierende Refrain von „The Face Of Silence“ zeichnet diesen Titel, neben den endenden Chorgesängen „We Are Without Future“ aus. Auch der folgende Titel „Ashen Rain“ ist mindestens einen Hördurchlauf wert. „Down Here (Wanted Dead Or Alive)“ ist der einzige Song, den ich etwas schwächer als die restliche Auswahl empfinde, was dem Album aber nun überhaupt keinen Zacken aus der Krone reißt. Dafür steigt die Kurve wieder mit „One Last Chance“ bis hin zum finalen „Finis Coronat Opus“.

„Finis Coronat Opus“: Das Ende krönt das Werk - Ja!
Für mich DER Track dieses gelungenen Werkes, der seinem Namen alle Ehre macht. Neben den bereits angesprochenen typischen ORDEN Werkzeugen, ist „Finis Coronat Opus“ etwas düsterer und progressiver, aber eben musikalisch und textlich eine absolute Wand mit überraschendem Gänsehautende. ORDEN OGAN in Perfektion.

Konzeptmaskottchen Alister Vale im Wilden Westen hatte ich mir definitiv schlimmer und anders vorgestellt. Umso erstaunter war ich. Ich habe die letzten Jahre selten ein Album mit voller Punktzahl bewertet. Nachdem „Gunmen“ seit dem Erscheinungstermin meinen Player heiß laufen lässt, fiel mir die Punktevergabe wirklich leicht! ORDEN OGAN sind eben immer für eine Überraschung gut. Bitte weiter so! „Gunmen“ - Das stärkste ORDEN OGAN Album! (Denise)


Bewertung: 

Denise10,0 10 / 10

Anzahl der Songs: 10
Spielzeit: 56:43 min
Label: AFM Records
Veröffentlichungstermin: 07.07.2017

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