amplifier trippinwithdrfaustusEine recht abwechslungsreiche Werkschau ihres Könnens liefern wieder einmal AMPLIFIER ab. Sechs von zehn Stücken sind länger als sechs Minuten. Auch kompositorisch markiert das Album eine Rückbesinnung auf alte Stärken. Die Kunst komplexe Stücke aufgrund zwingender Hooks eingängig zu gestalten, ist die große Stärke von AMPLIFIER. Wobei das einiges an Geduld abverlangt – easy listening ist anderswo angesagt. Keine Spur von Stagnation oder wer denkt, die Band hätte Staub angestzt, der wird nach dem Hören dieses Albums eines Besseren belehrt.

Textlich gibt es wie gewohnt eine seltsame Mischung aus Science-Fiction, Drogenfantasien und durchgeknallter Metaphorik. Musikalisch nicht mehr so proglastig wie zu „The Octopus“ Zeiten, aber experimentell sind Songs wie „Freakshow“ oder „Kosmos (Grooves Of Triumph)“ mit fetten Gitarrenriffs auf hypnotischen Rhythmusfiguren in jedem Falle. Auch nicht übel ein völlig anders klingender Song wie “Big Daddy”, dieser kommt mit weiblicher Gesangsunterstützung von Beth Zeppelin daher. Oder das schlichte „Anubis“, das rein akustisch gehalten wurde, und dennoch völlig überzeugt. Mit „Supernova“ kommt ein atmosphärisches Meisterstück zum Tragen.

Das Quartett um Gitarrist und Sänger Sel Balamir erschafft ihre eigene akustische Welt und vermischt alle möglichen Stile wie Spacerock, Britpop und Alternative mit dem Hardrock und Progressive Rock der Siebziger. Dies ergibt in gebündelter Form „Trippin' With Dr. Faustus“, ein sowohl soundlich (Gitarren!) und auch qualitativ beeindruckendes Tondokument, von Freaks für Freaks! (Ralf)

Bewertung:

Ralf8,0 8 / 10

Anzahl der Songs: 10
Spielzeit: 59:28 min
Label: Rockosmos
Veröffentlichungstermin: 14.07.2017

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