darkestera severanceDie Iren von DARKEST ERA haben 2011 mit ihrem Metal Blade Debüt „The Last Caress Of Light" das Kunststück vollbracht annähernd in einer Liga mit den Königen des Viking Black Metals PRIMORDIAL zu spielen, genutzt hat es anscheinend nicht so viel, denn drei Jahre später steht man nur noch beim deutlich kleineren italienischen Label Cruz Del Sur unter Vertrag.

Auch musikalisch hat die Band sich binnen drei Jahren etwas weiterentwickelt, ein Stück weit weg von dem Pagan Metal hin zu traditionelleren Sounds, gerade im Gitarrenbereich erinnert einiges an die New Wave Of Britisch Heavy Metal, und auch der gebotene Härtegrad in der zweiten Albumhälfte lässt einen Anfangs mit leichten Irritationen zurück. Man merkt auf jeden Fall, dass Ade Mugrew und Sarah Weighell ein eingespieltes Duo an den Äxten bilden, da weiß jeder, was der/die andere tut und da werden sich auch nicht gegenseitig die Fingerchen abgehackt.
Ich finde diese kleine Veränderung insofern positiv, dass „Severance", so der Titel des zweiten Albums, variabler ausfällt, sowohl was die Stimmungen innerhalb der Songs angeht, als auch was das eigentliche Tempo der Lieder betrifft, „Beyond The Grey Veil" bewegt sich stellvertretend in Doom Metal Kreisen, wohingegen der Opener „Sorrow's Boundless Realm" an manchen Stellen mit rasend schnellen Drumparts arbeitet, gleiches gilt für „Trapped In The Hourglass".

Vergleicht man nun „Severance" mit „The Last Caress Of Light" dann fällt auf, dass der Vorgänger des aktuellen Albums leicht überlegen ist, weil er die besseren Songs enthielt und mehr Emotionen transportierte. An Songs der Marke „The Morrigan" oder „An Ancient Fire Burns" kommt keines der acht neuen Stücke heran, dafür kann man „Severance" wunderbar am Stück hören ohne dass einem große qualitative Aufs und Abs begegnen. Alleine das ist ein Merkmal dafür, dass „Severance" ein gutes Album geworden ist, dem das gewisse Etwas fehlt, was es zu etwas besonderem machen würde.

So in etwa kann man auch den Gesang von Dwayne „Krum" Maguire einordnen, da gibt es wenig zu mäkeln, das Charisma, dieser Wahnsinn eines Alan Averill ist nun einmal einmalig und das macht letztlich dann den Unterschied aus, man stelle sich beispielsweise den epischen „langsam vs. schnell" Albumabschluss namens „Blood, Sand & Stone" vor mit einem Sänger, der noch etwas mehr Theatralik draufhat.

Ich wage zu behaupten, dass jeder, der „The Last Caress Of Light" geliebt hat, auch mit „Severance" viele schöne Augenblicke verbringen wird, von der musikalischen Ausrichtung her passen DARKEST ERA auf jeden Fall perfekt zu Cruz Del Sur und ich hoffe, dass die Iren dieses Mal nicht allzu häufig mit ALESTORM oder anderen Partymetalbands aus dem Pagansektor touren müssen, denn das wird dieser ernsthaften Musik von DARKEST ERA nicht gerecht. (Maik)


Bewertung: 8 / 10

Anzahl der Songs: 8
Spielzeit: 44:50 min
Label: Cruz Del Sur
Veröffentlichungstermin: 13.06.2014



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