thebronx vEs gibt manchmal schon ein wenig seltsame Wege, auf denen man auf eine Band stößt. So hatte ich, offen gesagt, noch nie etwas von THE BRONX gehört, bis ich in der Hauptstelle unserer Stadtbücherei vor ungefähr einem Jahr auf ihr Album „IV“ aus dem Jahr 2013 stieß. Dazu sei gesagt, dass die Stadtbücherei Hannover, was CDs angeht, wirklich sehr gut aufgestellt ist und man dort unter anderem auch „Master Of Puppets“ und „Reign In Blood“ leihen kann. Also habe ich mir „IV“ aus reiner Neugier ausgeliehen. Bis heute habe ich zwar nicht begriffen, warum sich eine Gruppe aus dem kalifornischen Los Angeles nach dem nördlichsten Stadtteil New Yorks nennt, aber das muss ich ja auch nicht. Die auf der Scheibe enthaltene Musik fand ich jedenfalls recht ansprechend.

shwanjamesandtheshapeshifters thebearNachdem mich sein Soloalbum “On The Shoulders Of Giants” (Review) aktuell nur bedingt überzeugen konnte, trifft der amerikanische Blues-Musiker SHAWN JAMES zusammen mit seiner Band THE SHAPESHIFTERS bei der hier vorliegenden EP „The Bear“ zumindest etwas näher ans Schwarze.

epica thesolacesystemDie Niederländer von EPICA lebten gefühlt schon immer nach dem Motto „nicht kleckern, sondern klotzen“. Die letzten Studioalben waren allesamt abendfüllende Werke mit Spielzeiten weit über 60 Minuten und auch was die Livegigs angeht, versuchen EPICA von Zeit zu Zeit ganz spezielle Events zu organisieren, wie zum Beispiel das „Retrospect“ Konzert zum 10-jährigen Bandjubiläum. In diese Kategorie gehört auch diese EP namens „The Solace System“, deren sechs Songs es auf eine Spielzeit von etwa 30 Minuten bringen, andere Bands hätten da noch zwei weitere Songs dazu getan und damit ein vollwertiges Album gehabt und dieses entsprechend auch viel besser vermarkten können.

amplifier trippinwithdrfaustusEine recht abwechslungsreiche Werkschau ihres Könnens liefern wieder einmal AMPLIFIER ab. Sechs von zehn Stücken sind länger als sechs Minuten. Auch kompositorisch markiert das Album eine Rückbesinnung auf alte Stärken. Die Kunst komplexe Stücke aufgrund zwingender Hooks eingängig zu gestalten, ist die große Stärke von AMPLIFIER. Wobei das einiges an Geduld abverlangt – easy listening ist anderswo angesagt. Keine Spur von Stagnation oder wer denkt, die Band hätte Staub angestzt, der wird nach dem Hören dieses Albums eines Besseren belehrt.

adrenalinemob wethepeopleWelch eine straighte Faust! ADRENALINE MOB präsentieren mit „We The People“ ihr drittes Studioalbum, seit sich die US-amerikanische Hard-Rock Band im Jahre 2011, um Sänger Russell Allen (SYMPHONY X, ALLEN/LANDE), zusammen geschlossen hat. Gleich mit dem ersten Song lassen die Mannen das Adrenalin schießen. „King Of The Ring“ ist ein Schlag ins Gesicht. Zu diesem Song produzierten ADRENALINE MOB zur Freude ihrer Fans ihr zweites Musikvideo.

motorpsycho the towerSeit erst wenigen Jahren bin ich auf den Geschmack von MOTORPSYCHO gekommen. Entgegen der Empfehlungen meines Umfelds hatte ich nie die Muße, mich deren Musik zu öffnen, und erst mit dem sehr umfangreichen Best Of - Album habe ich Blut geleckt. Wenngleich auch das anfängliche Seitenprojekt SPIDERGAWD mehr meinem primären Geschmack entspricht, so kann bei aller Genialität keines ihrer Alben die Meisterleistungen von MOTORPSYCHO toppen. So auch wieder das nun veröffentlichte Werk "The Tower", das wieder vor Musikalität nur so strotzt.

ordenogan gunmenORDEN OGAN bleiben nicht nur trotz Abstecher in den Wilden Westen dem Symphonic Power Metal treu, sie haben sich dabei auch noch gesteigert und weiterentwickelt. Nach dem letzten Album „Ravenhead“, das ich nicht so stark wie seine drei Vorgänger empfand, haut mich „Gunmen“ völlig aus den Socken. Diese Platte bringt von vorne bis hinten genau das, worauf die Ordenanhänger gewartet haben.

travelinjack commencingcountdownDie Berliner Band TRAVELIN JACK, die 2015 mit ihrem Album „New World“ debütierte, mag bis dato eher ein Geheimtipp der lokalen Szene gewesen sein, mit dem neuen Album „Commencing Countdown“ kann sich das schlagartig ändern. Man ist inzwischen nicht nur bei einem größeren Label untergekommen (Steamhammer), sondern die Band überzeugt auch auf dieser Platte, so wie man sich das als Musikliebhaber vorstellt.

shwanjames ontheshouldersofgiantsBei dem amerikanischen Musiker SHAWN JAMES den Durchblick zu behalten, ist gar nicht so einfach, denn Shawn tritt sowohl als Solokünstler in Erscheinung als auch zusammen mit seiner Band The Shapeshifters unter dem Namen SHAWN JAMES & THE SHAPESHIFTERS. Von diesen hatte ich 2015 das Album „The Gospel According To Shawn James & The Shapeshifters“ vorliegen, das es dann, warum auch immer, doch nicht zu Reviewehren bei uns gebracht hat, im Gegensatz zum aktuellen Output „On The Shoulders Of Giants“.

forallweknoe takemehomeDass ein Soloprojekt eines durchaus bekannten Musikers nicht automatisch große öffentliche Beachtung bekommt, darüber kann Ruud Jolie, einer der Gitarristen von WITHIN TEMPTATION, ein Lied singen. Vor inzwischen sechs Jahren veröffentlichte er unter dem Banner FOR ALL WE KNOW sein Solodebütalbum, welches ich seither vermutlich gar nicht mehr gehört habe, das sich aber trotzdem einen bleibenden Platz in meinem Gedächtnis erwerben konnte. „For All We Know“ hatte damals alles, was ein spannendes und künstlerisch wertvolles Album haben muss und so sehr ich auch WITHIN TEMPTATION, die Band mit der Ruud seinen Lebensunterhalt verdient, so dass er sich locker auch ein solches Projekt leisten kann, mag, da wo Sharon Den Adel und Robert Westerholt halt Popmusik sind, da tendiert Ruud ins progressive, ins anspruchsvolle Metier.

hexx wrathofthereaperEs darf durchaus bezweifelt werden, dass sich noch viele Fans an HEXX aus dem kalifornischen San Francisco erinnern. Gegründet wurde die Band eigentlich bereits 1978. Damals nannte man sich jedoch noch PARADOX. 1983 erfolgte dann die Umbenennung in HEXX. Im Gegensatz zu vielen Zeitgenossen aus der heimischen Bay Area betätigten sich HEXX in ihren Anfangstagen jedoch nicht im Thrash Metal, sondern zeigten sich eher vom klassischen Heavy Metal und Power Metal beeinflusst. Das Debüt „No Escape“ erschien 1984, also im selben Jahr wie „Ride The Lightning“ von METALLICA, beim legendären Label Shrapnel Records und wurde damals nur in den Vereinigten Staaten veröffentlicht. Der Nachfolger „Under The Spell“ (1986) wurde dann von Roadrunner Records veröffentlicht. Mit den beiden EPs „Quest For Sanity“ (1988) und „Watery Graves“ (1990) entfernten sich HEXX stets ein Stück weiter von ihren musikalischen Wurzeln und ihre Musik entwickelte sich in eine extremere Richtung. Dies gipfelte darin, dass ihr 1991 bei Century Media erschienenes Album „Morbid Reality“ mit der ursprünglichen Richtung überhaupt nichts mehr zu tun hatte, sondern puren Death Metal enthielt.

argus fromfieldsoffireTrotz des letzten gutklassigen Albums namens „Beyond The Martyrs“ hätte ich dem Pennsylvania-Fünfer ARGUS niemals einen solchen Überknaller zugetraut. Auf Album Numero Quattro macht die Band so ziemlich alles richtig. Das Songwriting mag etwas angepasster sein, das wichtigste aber ist, es ist melodischer und mitreißender. Ihre Mischung aus NWOBHM und Doom funktionierte nie besser.

Motorhead Under CoverAuf das Solo-Album von Lemmy Kilmister müssen die Fans noch warten, stattdessen veröffentlichen MOTÖRHEAD nun noch ein reines Cover-Album für die Fans. Was dem ein oder anderen eventuell sauer aufstoßen wird, gerät bei genauerem Hinsehen zu einem schönen Nachwort zu einem der größten Legenden des Rock’n’Rolls.

quireboys whitetrashbluesEs scheint als wollen die Briten ihre Schlagzahl auf einem hohen Niveau halten, denn nachdem man lange Jahre nur sporadisch von sich hören ließ, gibt es nun jeden Spätsommer ein neues Output. Und wenn dann mal nicht genug Material für ein Studioalbum vorhanden ist, so bemühen sie eben andere Ideen. So wie vor zwei Jahren, als man mit dem Akustikboxset „St. Cecilia And The Gypsy Soul“ die alten Songs, Standards und neue Kompositionen im Unplugged-Gewand darbot. Einige Titel wie „Gracie B.“ eigneten sich auch zur späteren elektrischen Bearbeitung. Auf der Suche nach Inspiration stolperte auch eine etwas bekanntere Band aus ihrem Heimatland jüngst über den guten, alten Blues. Normalerweise hätte ich zwar eher GUNS ´N´ ROSES im Verdacht gehabt, das nächste Bluescoveralbum zu veröffentlichen. Da die mit „The Spaghetti Incident“ aber schon eine Punkcoverscheibe auf der Habenseite haben, springen die QUIREBOYS mit „White Trash Blues“ für sie ein.

malamorte satangoestoheavenWow, da sind ja ein paar ganz böse Buben am Werke. Der Titel lässt ja besonders „evil“ Mugge erwarten. Nun, MALAMORTE sind Italiener und wurden in der Tat als als Black Metal Band mit Keifgesang gestartet, konnten bereits mit einer EP („The Fall Of Babylon“, 2014) und einem Album über Satanath/Murdher Records („Devilish Illusions“, 2016) auf sich aufmerksam machen. Das vorliegende Album ist eher dem traditionellen Heavy Metal zuzurechnen. Wem die Band DEATH SS was sagt, der kann sich ungefähr vorstellen, was ihn erwartet.

leprous malinaZu Beginn ihrer Karriere fanden die Norweger als Begleitband von ISHAN zusammen und waren tief im Underground verwurzelt. Mit dem Plattenvertrag bei Inside Out ging es immer weiter bergauf, vor zwei Jahren haben LEPROUS mit „The Congregation“ nach Meinung vieler schon ihr Meisterwerk veröffentlicht. Seitdem hat sich einiges geändert, mit Oystein Landsverk verabschiedete sich der langjährige Gitarrist, für den nun Robin Ognedal übernimmt. Auch die vier Saiten wurden wieder neu besetzt, hier ist fortan Simen Borven zuständig. Damit sind vom originalen Line-Up nur noch die beiden Kreativköpfe Einar Solberg und Tor Oddmund Suhrke übrig. Die haben in den vergangenen Jahren ihren Stil immer weiter verfeinert und wollen sich nun auch auf „Malina“ noch weiter entwickeln.

hellwell behindthedemonseyesDas Nebenprojekt von Mark Shelton (MANILLA ROAD) kommt in die zweite Runde. Die Rede ist natürlich von HELLWELL, deren Debüt „Beyond The Boundaries Of Sin“ in der Presse recht zwiespältig aufgenommen worden ist. „Klingt ja wie MANILA ROAD mit Orgel“ sagten die Einen, „brillant und außergewöhnlich“ die Anderen und auch nicht wenige lehnen die musikalischen Ergüsse von HELLWELL völlig ab. Nun, die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte.

seriousblack magicNach SERIOUS BLACK kann man schon beinahe die Uhr stellen, veröffentlicht die Band doch seit ihrem Debüt „As Daylight Breaks“ (2015) jedes Jahr ein neues Album. Nachdem man auf dem Vorgänger „Mirrorworld“ (2016) seinen eigenen Stil gefunden hatte, baut man diesen nun auf dem am 25.08. erschienenen Drittwerk „Magic“ weiter aus. Bei der von der Band selbst produzierten und von Michael „Strife“ Streefkerk (DEF LEPPARD) abgemischten sowie von Mika Jussila gemasterten Scheibe, handelt es sich um das erste Konzeptalbum aus dem Hause SERIOUS BLACK. Wobei die Idee für die Geschichte von Sänger Urban Breed stammt.

ironflame lightningstrikesthecrownDas ist ja cool, IRONFLAME aus Ohio ist eigentlich eine One-Man-Show. Dahintzer steckt Multi-Instrumentalist Andrew D'Cagna, der hier für alle Instrumente zuständig ist. nur für wenige Soli hat er die befreundeten Gitarristen Jim Dofka, Aaron Carey, Justin Wood sowie Johnathan Crow verpflichtet. Der Tausendsassa ist in unzähligen Bands/Projekten involviert wie z. B. COLDFELLS, INFIRMARY, NECHOCHWEN, OBSEQUIAE, SILVERBLOOD, UNWILLING FLESH, BRIMSTONE COVEN, etc. Außerdem sang er vor 7 Jahren auf „Humanity Bleak“ von DOFKA.

kittyinacasket riseWenn sich eine Band KITTY IN A CASKET nennt, kann man fast zwangsläufig davon ausgehen, dass diese eine Sängerin hat und keinen Sänger. Bei vorliegender Band aus Österreich ist diese gleichzeitig auch Namensgeberin, denn ihr Künstlername lautet Kitty Casket, dazu gesellen sich Musiker wie Billy Bat oder Marc Maniac, die Klarnamen bleiben dabei im Verborgenen, die Pseudonyme sind…Pseudonyme eben, die man vielleicht einfach auch haben muss, wenn man das macht, was KITTY IN A CASKET machen.


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