wirtz diefünftedimesnionMit Erwartungen ist das als Mensch und als Journalist bekanntlich immer so eine Sache. Als ich mehr oder weniger aus einer Mischung aus Zufall und Neugierde mir im Sommer 2015 das „Auf Die Plätze Fertig Los“ Album von Daniel Wirtz zur Kritik vorgenommen habe, hatte ich nie im Leben damit gerechnet, dass mir erstens das Album so gut gefallen würde und dass mich zweitens in den Folgejahren kaum ein anderer Musiker/Künstler so sehr prägen würde wie der Frankfurter Junge, der auch schon einige Höhen und einige Tiefen in den letzten 15 Jahren mitgemacht hat.

vultureindustries strangertimesVULTURE INDUSTRIES werden immer noch gerne unter dem Label Avantgarde Black Metal verkauft, auch wenn ich den Black Metal noch immer nicht so wirklich in der Musik des Fünfers gefunden habe. Ich würde die Norweger dann doch eher in die experimentelle Progecke schieben, auch wenn sie da sowieso schneller wieder rausspringen, als man gucken kann.

wildlies prisonofsinsMelodisches Newcomerfutter aus Großbritannien steht uns mit WILD LIES ins Haus. Klingt auf's erste Ohr schon mal ziemlich ausgereift, was die Songstrukturen, Vocals und die Produktion betrifft. Nennen wir es „Altbewährtes trifft auf Modernes“. Denn im Grunde spielen die Jungs erdigen Hardrock, der ziemlich fett und drückend produziert wurde. Dennoch muss man beim Hören automatisch an die Poserbands der Achtziger denken, was eindeutig am Sänger liegt.

MorbidAngel Kingdoms DisdainedNach dem sensationellen Debüt „Altars Of Madness“ im Jahr 1989 waren MORBID ANGEL aus der Death Metal Szene nicht mehr wegzudenken. Wenngleich auch haufenweise Todesblei zu diesem Zeitpunkt aus dem Boden sprießte und eine neue Ära in Sachen harter Musik am Entstehen war, so waren doch die Jungs aus Florida diejenigen, die hier klar die Messlatte anlegten, und das beileibe nicht zu niedrig.

beastinblack berserkerBereits an Anton Kabanens ehemaliger Band BATTLE BEAST schieden und scheiden sich die Geister. Während manche die Gruppe abfeiern ohne Ende, dreht deren teilweise stark an eine härtere Version von ABBA erinnernde Musik anderen regelmäßig den Mageninhalt auf links. Und auch die neue Gruppe des 2015 von BATTLE BEAST geschassten Musikers polarisiert erneut, wie man nicht zuletzt daran sieht, dass „Berserker“, das Debüt der vom Finnen nach seinem Rauswurf bei seiner Stammkapelle gegründeten BEAST IN BLACK es zum „Streitfall“ in der Novemberausgabe des Metal Hammer schaffte.

cavaleraconspiracy psychosisMit „Pandemonium“ (2014) rissen mich CAVALERA CONSPIRACY seinerzeit nicht gerade zu Begeisterungsstürmen hin. Ehrlich gesagt fand ich die Scheibe damals ziemlich enttäuschend. Dies lag nicht nur am ziemlich suboptimalen Klang, welcher von Max und Iggor Cavalera jedoch genauso gewollt war, sondern auch am Songwriting. Im Nachhinein blieben mir dann mit „Babylonian Pandemonium", „Not Losing The Edge" und dem vom damaligen Bassisten Nate Newton gesungenen „The Crucible" nur 3 Songs überhaupt im Gedächtnis. Die damalige Intention der Band, ein möglichst raues und ungeschliffenes Album aufzunehmen, kann ich zwar stellenweise nachvollziehen, doch das Ergebnis war einfach erschreckend schwach.

dieapokalyptischenreiter derrotereiterDIE APOKALYPTISCHEN REITER sind zurück, obwohl sie nie wirklich weg waren. Zwar haben sie vor einigen Jahren eine Pause auf unbestimmte Zeit angekündigt, jedoch konnten die REITER doch nicht so lange stillhalten. Denn die Pause begann erst Ende 2015, schon 2016 trat man vereinzelt wieder auf Festivals auf und 2017 scharrte die Band dann schon wieder mit den Hufen und veröffentlicht nun ihr neues Album. Und das gerade mal 3 Jahre nach dem letzten – andere Bands wären froh, wenn sie diese Schlagzahl einhalten könnten.

Tyketto Live from MilanBei der vorliegenden Veröffentlichung handelt es sich um ein Package aus CD und DVD, aufgenommen in Mailand auf dem Festival des Labels Frontiers. TYKETTO, die (mit langer Unterbrechung) seit 25 Jahren im Biz sind spielen hier ihr Debütalbum „Don`t Come Easy“ aus dem Jahre 1991, in umgekehrter Reihenfolge. Auf der CD finden sich zusätzlich „Rescue Me“ („Strength in Numbers“, 1994) und „Reach“ („Reach“, 2016). Als Bonus bietet die DVD zusätzlich dazu noch „Dig In Deep“ (Dig In Deep, 2012).

The Casting Out Cover

Throwback into 2007 - BOYSETSFIRE haben sich gerade aufgelöst und Nathan Gray nimmt sich vor ein Solo-Album aufzunehmen. Fast 10 Jahre später und zeitgleich mit dem Re-Release der ersten, selbstbetitelten EP von THE CASTING OUT, hat er nun auch das geschafft. Mehr dazu findet ihr hier.

Dollhazard Transatlantic MeltdownWenn wir uns die Entwicklungen in der Rockszene im Speziellen und der Musikindustrie im Allgemeinen anschauen, dann gibt es zweifelsohne viel zu beklagen, Kommerzialisierung, Digitalisierung, Authenzitätsverluste (tatsächliche und auf Mythen beruhende) wären drei Stichworte, die mir auf Anhieb einfallen. Allerdings bieten die neuen technischen Entwicklungen auch Möglichkeiten, die noch vor wenigen Jahren als „nette Idee, aber unrealisierbar“ gegolten hätten. Zum Beispiel, dass zwei Menschen an völlig unterschiedlichen Orten auf diesem Planeten Erde sitzen - 7200 Kilometer um genau zu sein - und gemeinsam ein Album aufnehmen. Ein solches Ergebnis liegt mit „Transatlantic Meltdown“ aktuell in unseren Händen. UND WAS FÜR EINS.

Counterfeit Together we are stronger

Jamie Campbell Bower ist den meisten wohl als Schauspieler aus Sweeney Todd, Harry Potter, Twilight oder The Mortal Instruments bekannt. Doch wenn die Mutter Musikmanagerin ist und der Vater bei Gibson Guitar arbeitet, liegt einem auch die Musik im Blut. So gründet Jamie (Gitarre / Vocals) zusammen mit seinem Bruder Sam (Gitarre / Vocals), Tristan Marmont (Gitarre / Vocals), Roland Johnson (Bass / Vocals) und Jimmy Craig (Drums) 2015 die Band Counterfeit.

Hooded Priest The Hour Be None 200x200Freunde des gepflegten langsamen Todes sollten hellhörig werden, wenn HOODED PRIEST ein neues Album am Start haben. „The Hour Be None“ heißt das gute Stück und beinhaltet sechs absolute Doom-Schwergewichte, die es echt in sich haben.

danielcavanagh monochromeWenngleich mir das immer noch aktuelle ANATHEMA Album „The Optimist“ gut gefällt, siehe auch meine ausführliche Albumkritik dazu, kann ich voll und ganz verstehen, wenn sich Fans der Band und der Musik der Cavanagh Brüder nicht mehr ganz so wohl fühlen mit der Entwicklung ihrer Band, bei der Sounds und Stimmungen wichtiger zu werden scheinen als konsequent und zielgerichtet vorgetragene Songs.

boy acousticcollectionPrinzipiell bin ich überhaupt kein Anhänger davon, wenn Musik nur rein digital vertrieben wird. Erstens leidet darunter die Soundqualität der Musik, zweitens geht dabei ein Stück weit die emotionale Komponente verloren und drittens will ich als Musikliebhaber auch einfach etwas Greifbares kaufen können. Im Falle dieser „Acoustic Collection“ von BOY kann ich zumindest verstehen, dass sie nur digital erhältlich ist, wenngleich das hoffentlich früher oder später einmal anders sein wird. Eine limitierte Vinylpressung hätte zum Beispiel Charme.

Jesper BInzer Dying Is EasyDa die nächste D.A.D.-Platte noch auf sich warten lässt, bewegt sich JESPER BINZER auf Solopfaden. Mit „Dying Is Easy“ veröffentlich der D.A.D.-Frontmann das erste Soloalbum seiner Karriere und bietet damit nicht nur D.A.D.-Fans etwas.

rose tattoo live brunswick 10854Wann ist ein Live-Album richtig gut? Meiner Meinung nach immer dann, wenn es ein Gefühl für das Konzert vermittelt, und genau das trifft für die nun erscheinende Archiv-Aufnahme der Australier ROSE TATTOO zu.

Cover STORMHOLD Salvation 200x200Power Metal ist so eine Sache. Das Genre an sich ist relativ schwierig, denn seit in den Neunzigern eine wahre Flut von Bands über den Markt hereingebrochen ist, von denen sich nur wenige dauerhaft etablieren konnten und der Rest irgendwann wieder in der Versenkung verschwunden ist, stehe ich der Richtung generell skeptisch gegenüber. Nur selten kann sich mal eine Band absolut originell vom Rest der Masse abheben. Der schwedische Fünfer STORMHOLD, der sich mit gemeinsamen Touren mit GRAVE DIGGER oder HAMMERFALL bereits Sporen verdient hat, versucht nun eben genau dies mit dem neuen Album „Salvation“, das am 08. Dezember 2017 veröffentlicht wird. Also habe ich die Scheibe mal unter die Lupe genommen.

casket unearthedDiese CASKET kommen aus Reutlingen und können mit „Unearthed“ bereits ihr viertes Album vorlegen. Es gibt ja mehrere Truppen, die den Namen CASKET für sich auserkoren haben. Die Jungs hier stehen für puren Death Metal der Old-School-Schiene. Irgendwo zwischen alten DEATH, UNLEASHED oder BENEDICTION wird hier ordentlich losgepoltert.

ladybeast viciousbreedVon der amerikanischen Ostküste, genauer gesagt aus Pittsburgh, weht ein frischer Wind heran in Form des dritten Longplayers von LADY BEAST. Trotz altschulischer Ausrichtung gelingt es der Truppe um Fronfrau Deborah Levine keineswegs in irgendeiner Form altbacken zu klingen. Fußend auf einer NWOBHM-Grundierung ist eine ordentliche Thrash/Speed-Legierung auszumachen. Vor allem Sachen wie METALLICA „Kill Em All“, ANTHRAX "Fistful Of Metal" oder OVERKILL „Feel The Fire“, aber auch IRON MAIDEN „Killers“ schimmern durch.

desecrator tothegallowsAuf 9 Songs knüppeln sich die Aussie-Thrasher DESECRATOR durch ihren ersten Longplayer. Das machen sie durchaus kompetent, man hört natürlich ihre Vorbilder EXODUS, TESTAMENT, SACRED REICH oder DEATH ANGEL heraus, aber das ist bei allen „neuen“ Thrash Bands so. Man ist nicht nur im hohen Tempo unterwegs, sondern legt auch Wert auf Riffs, Melodien und coole Breaks. Selbst vor einer Halbballade schreckt man nicht zurück.


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