Gitarrist und AT VANCE-Oberhaupt Olaf Lenk liefert mit "Chained" das mittlerweile sechste Album der Band ab - immerhin sind seit dem letzten Werk "The Evil In You" nunmehr ungewohnt bereits zwei Jahre vergangen.
Seit dem Weggang von Sänger Oliver Hartmann, dessen charismatische Stimme den filigranen Melodien Lenks noch das "gewisse Etwas" verlieh, füllt Mats Leven diese Position durchaus gleichwertig aus - und auch die weiteren Wechsel im Line-Up haben der musikalischen Qualität der Band nicht geschadet.

Rob Rock hat sich seit Mitte der Achtziger im Rock- und Metalbereich als hervorragender Sänger einen Namen gemacht - insbesondere die sechs Alben, die er mit Ausnahmegitarrist Chris Impellitteri in den Neunzigern aufgenommen hat, sowie das "Nasty Reputation"-Album mit Axel Rudi Pell sorgten für positive Resonanz.

Die Jungs von BRAINSTORM haben seit ihrem ersten Album "Hungry" aus dem Jahr 1997 einen außerordentlichen Senkrechtstart hingelegt, so dass das Quintett um Gitarrist Torsten Ihlenfeld und Ausnahmeshouter Andy B. Franck mittlerweile einen hohen Bekanntheitsgrad erreicht hat.

1997 wurde die Band CRIMSON MOONLIGHT gegründet. Stilistisch sollte es in Richtung Old School Black Metal gehen. Nur wenige Monate nach der Gründung veröffentlichte die Band ein erstes Demo. Steil bergauf ging es dann aber nicht. Erst im Jahr 2003 wurde via Rivel Records das Debüt "The Covenant Progress" veröffentlicht. Jetzt wird es Zeit für den Nachfolger...

Die Italiener RHAPSODY haben sich in der Szene mit ihrem ureigenen Epic Metal und insbesondere der Ausdruckskraft des Gitarristen Luca Turilli einen erstklassigen Namen gemacht - zu ihrem letzten Studiowerk "Symphony Of The Enchanted Lands II" (2004) erfüllten sie sich einen Wunsch, indem Schauspiellegende Christopher Lee (u.a. Saruman in "Herr der Ringe") den Part des Erzählers übernahm.

Die Band MIRADOR wurde bereits 1991 gegründet und trotzdem hat es die Band bis jetzt nicht geschafft veröffentlichungstechnisch etwas auf die Beine zu stellen. Zahlreiche Personalwechsel und andere Probleme (z.B. machte mal die Plattenfirma Pleite kurz bevor die Band ein Album einspielen wollte) sind die Gründe. Letztlich löste sich die Band auf ... um dann 2003 wieder neu ins Leben gerufen zu werden. 2005 endlich kann mit "The Azrael Tales" der erste Longplayer veröffentlich werden.

Mit ihren bisherigen Alben haben PRIMORDIAL sich aus Irland auch hierzulande eine kleine aber feine Fangemeinde erarbeitet. Nach dem Auseinanderbrechen ihres alten Labels Hammerheart sind sie nun bei Metal Blade untergekommen, mit Sicherheit ein kleiner Karrieresprung, aber ob das gleichzeitig bedeutet, dass nun auch die Hörerschaft großartig wächst, darf durchaus bezweifelt werden. Vielmehr dürfte es dabei bleiben, dass man entweder dieser Band nix abgewinnen kann, oder dass man sie liebt. Und diesbezüglich sind sich die Kelten um Fronter Nemtheanga auf Longplayer Nummer 5 absolut treu geblieben.

Was fällt einem beim Namen STARBREAKER ein?
Ein alter JUDAS PRIEST-Song? Gut, damit ist von offizieller Seite die Basis für die von TNT-Sänger Tony Harnell ins Leben gerufene gleichnamige Band bereits gelegt. Mit Magnus Karlsson von LAST TRIBE schnappt sich ein extrem fähiger Musiker die Gitarre und John Macaluso (Ex-Malmsteen) übernimmt das Drumkit - die Position am Bass wird von einem wahren Workaholic besetzt: Fabrizio Grossi hat schon mit so vielen Größen zusammengearbeitet und diverse Bands produziert - insgesamt stellt das Quartett von STARBREAKER also eine hochkarätige Besetzung dar, die einiges erwarten lässt.
Tony Harnell selbst sagt über das Debüt, dass es "heavy, episch, majestätisch und vor allem melodisch" ausgefallen sei: Melodic Metal, wie die Plattenfirma kurz zusammenfasst - ein Album, was Fans früher PRIEST und QUEENSRYCHE vom Hocker reißen wird.
Nun - dann nehmen wir mal Platz auf eben diesem und legen die Scheibe ein...

Die Jungs von TALISMAN haben sich dazu entschlossen, mal wieder ein Live-Album zu veröffentlichen.
Was zunächst nicht danach klingt, etwas Besonderes zu sein, entpuppt sich bei näherem Hinsehen aber durchaus als kleines Juwel.
Die Schweden sind nach fünfzehn Jahren von der Besetzung her so stark wie nie - Sänger Jeff Scott Soto dürfte vielen noch aus seiner Zeit bei Axel Rudi Pell bekannt sein, dass er einer der besten seiner Zunft ist, hat er schon vorher bei Yngwie Malmsteen und später bei HARDLINE bewiesen. Aus der Malmsteen-Zeit stammt auch Bassist (& Produzent) Marcel Jacob - und zudem wird auf "Five Men Live" erstmalig mit zwei Gitarren (Frederik Akesson & Howie Simon) geholzt. Die aufgezeichneten Shows stammen zwar bereits von Juni & August 2003, sind somit gut eineinhalb Jahre alt, repräsentieren aber die Tour zum letzten Studiooutput "Cats And Dogs" und sind somit aktuell.

Vor gut zehn Jahren hat der italienische Gitarrist Alex de Rosso die internationale Musikszene betreten und sich seitdem mit seinen drei Solo-Alben ganz gut etabliert und sich nebenbei einen guten Namen erarbeitet, was unter anderem dazu führte, dass er für Don Dokken mehrfach auf Tour mitwirken durfte. Seine Spielweise wird ohnehin sowohl von den Fans als auch von der Presse und vielen Musikern geschätzt.
Mit HEADRUSH startet Alex nun eine neue Band in Zusammenarbeit mit dem (ebenfalls italienischen) Sänger Roberto Tiranti, der bislang hauptamtlich bei LABYRINTH am Mikrofon steht.

Seit ihr Debütalbum "Stairway To Fairyland" 1999 bemerkenswert gut in der Szene einschlug, sind FREEDOM CALL kontinuierlich dabei, ihre Fangemeinde zu vergrößern und ihren Ruf zu erweitern - und nun kommt mit "The Circle Of Life" das bereits vierte Studioalbum auf uns zu. Nicht verwunderlich war 1999 der für ältere GAMMA RAY typisch "fröhliche" Sound des Albums. Nicht verwunderlich, weil die Band mehr oder weniger vom GAMMA RAY-Drummer Dan Zimmermann ins Leben gerufen wurde - verstärkt von Sänger Chris Bay, der zudem mit Dan für die Produktion verantwortlich zeichnete.

15 Jahre Freundschaft, 10 Jahre gemeinsames Songwriting - mittlerweile das dritte FINAL FRONTIER-Album - Sänger Rob Moratti und Gitarrist Mladen versuchen, sich im Melodic Rock-Bereich einen Namen zu machen...
"High Tension Wire" hat musikalisch durchaus das Potential, in höhere Regionen aufzusteigen, scheitert aber leider an Robs durchgängig etwas zu dünner Stimme, die wie ein stark kränkelnder Steve Perry (Ex-JOURNEY) klingt und an die man sich erst gewöhnen muss.

Nach weit über einem halben Jahrzehnt gibt es endlich wieder ein Lebenszeichen von AURA NOIR aus Norwegen, einer der wenigen Bands, die noch in ernsthafter Weise dem klassischen Thrash- und Black Metal der 80er Tribut zollt.
# Auch auf der vierten Scheibe der Truppe gibt es wieder die volle Dröhnung in Form einer rotzigen Mixtur aus VENOM, HELLHAMMER und DESTRUCTION. Es gibt acht durch die Bank weg brauchbare Nackenbrecher für den metallischen Hörgenuss jenseits jeglicher musikalischen Anpassung. Wozu braucht der richtige Metalhead denn tolle Songstrukturen, schön klingende Arrangements und gute Produktion? Ab und an tun es auch ein paar Humpen Bier, eine aufgedrehte Stereoanlage, eine Scheibe wie "The Merciless" und ab geht die Post.

Das erste Highlight des Metaljahres 2005 ist die neue Scheibe von URSURPER geworden, für mich sein langem eine der unterbewertetsten Bands härterer Gangart. Die Jungs aus Chicago leiden seit eh und je unter dem Vorurteil, ein reines CELTIC FROST Plagiat zu sein, was auf ihren Frühwerken ja auch durchaus zutreffend gewesen sein mag. Mittlerweise sind sie auf Earache Records gelandet und holen nun mit "Cryptobeast" zum wirklich großem Schlag aus.

Seit gut zehn Jahren bereichern KAMELOT die Musikszene mit ihren Alben - zum Einen besitzen die Musiker ein hervorragendes Gespür für kraftvolle Melodien in Verbindung mit druckvollem Power Metal, zum Anderen ist die Band spätestens seit dem 98er Album "Siege Perilous" zusätzlich mit einem herausragenden Sänger gesegnet.

Seit ihrem letzten Studiowerk "Crimson Thunder" aus dem Jahr 2002 haben sich die Jungs von HAMMERFALL schon ein wenig Zeit gelassen, bevor sie jetzt ihr fünftes Studioalbum mit dem passenden Titel "Chapter V" veröffentlichen.
Die Zeit zwischendurch wurde den Fans zwar mit einem Video und einer Doppel-Live CD sowie einer Solo-CD von Sänger Joachim Cans verkürzt, jedoch schwebte nach der Pause durchaus die Frage im Raum, wie sich der Sound der Band verändert oder weiterentwickelt haben könnte; in welche Richtung HAMMERFALL tendieren würden...

Aus Finnland kommt eine, gemessen an der eher geringen Einwohnerzahl, enorm hohe Anzahl an qualitativ hochwertiger Metalbands, das sollte kaum einem Headbanger entgangen sein. Der letzte große Exportschlager aus dem Land der tausend Seen dürfte der sogenannte Humppa-Metal sein, erfunden von Bands wie FINNTROLL oder ENSIFERUM, eine Art Viking Metal mit ziemlich deathlastigem Sound, starken folkloristischem Anstrich und einer doch tendentiell eher fröhlichen Grundstimmung, die dazu einlädt, wie tollwütige Nordmanntrolle auf nächtlichen Waldlichtungen ums Lagerfeuer zu hüpfen. Ich weiß nicht wieso, aber irgendwie geht mir diese Musikrichtung ziemlich am Selbigen vorbei. Ohne etwas von ihnen zu kennen, habe ich auch MOONSORROW bislang immer in diese Schublade gesteckt und als uninteressant abgestempelt. Nach dem Hören von derem vierten Album "Verisäkeet" nehme ich das allerdings unverzüglich zurück und behaupte reumütig das Gegenteil.

In den Staaten ist das neue IMPELLITTERI-Alben schon fast ein halbes Jahr erhältlich - hierzulande mussten die Fans auf den "System X"-Nachfolger aber gut 30 Monate warten.
Zu "Pedal To The Metal" ist die kurzzeitige Reunion mit Ausnahmeshouter Graham Bonnet auch bereits wieder beendet - stattdessen greift nun der bislang noch nicht in Erscheinung getretene Curtis Skelton zum Mikro.

SARDONIC besteht aus ehemaligen Mitgliedern der Bands DRACONIS SANGUIS, PANDÄMONIUM und LAXATIVE. Die Band wurde 2003 gegründet und hat sich dem Death / Thrash Metal verschrieben. Also lange gibt es die Band noch nicht, trotzdem wird jetzt schon ein komplettes Album mit dem Titel "Say 10" veröffentlicht. Fleißig!

Diese ISENGARD kommen aus Schweden, und sollten unter keinen Umständen mit dem gleichnamigen Projekt verwechselt werden, mit dem DARKTHRONE-Chefideologe Fenriz Mitte der 90er zwei beachtenswerte folkige Black Metal-Alben herausbrachte. Die Verwechselungsgefahr ist allerdings eher gering, denn diese Band hat sich, man kann es schon dem Albumcover entnehmen, dem fantasybeeinflußten Power Metal verschrieben. Laut Bandinfo der Plattenfirma haben die vier Schweden das hier vorliegende Album "Crownless Majesty" bereits 2001 veröffentlicht, waren aber "nur vom Pech verfolgt", so dass es kaum beachtet wurde.


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